Planung einer Hüttentour mit Hund in den Alpen

Nach einer ersten spontanen Zwei-Tagestour mit Laika 2018 haben wir uns 2019 für die Alpenüberquerung auf dem E5 entschieden. Im Laufe der Vorbereitungen haben sich einige Dinge ergeben, die wir zu beachten und planen hatten. Daher die folgenden Tipps als Orientierungshilfe für eure Hüttentour.

Übernachtungen auf den Hütten

Bei unserer Alpenüberquerung kamen wir schnell zu dem Problem, auf welchen Hütten wir mit einem Hund überhaupt übernachten können. Aus Österreich waren wir es bisher gewohnt, dass eine Übernachtung mit Hund bei vorheriger Anmeldung kein Problem darstellt. In Deutschland sieht die Ordnung des Alpenvereins leider vor, dass die Hunde nur in spezielle ausgewiesenen Zimmern übernachten dürfen. Leider verfügen die wenigsten Hütten über solch einen Raum. In den einzelnen Beiträgen zu den Etappen werden die Unterkünfte in den jeweiligen Orten vorgestellt, die hundefreundlich sind. In jedem Fall gilt es bei einer Hüttentour sich bei den Hütten anzumelden und vorher zu reservieren. Als Alpenvereinsmitglied bekommt man natürlich einen Schlafplätze, jedoch muss man dann davon ausgehen, dass der Hund allein draußen schlafen muss. Zudem solltet ihr bei den Hütten erfragen, ob der Hund mit in den Speisesaal darf. Sollte dies nicht möglich sein und euer Hund nicht gerne allein vor der Tür oder im Zimmer bleiben, solltet ihr nach Lösungen suchen (gemeinsam draußen essen oder in Etappen essen).

Das Futter

Um möglichst viel Gewicht beim Futter zu sparen, haben wir 2/3 des Trockenfutters mit einem speziellen energiereichen Hundefutter in Pulverform ersetzt. Das Futter haben wir Laika direkt nach dem Aufstehen gegeben, damit vor der Bewegung das meiste schnell verdaut ist.

Das Geschirr und die Leine

Vor der ersten Wanderung mit Laika haben wir uns ein spezielles Geschirr (das sonst für Rettungshunde verwendet wird) angeschafft. Das Geschirr besteht aus Metallverschlüssen, die ein Aufreißen des Verschluss an gefährlichen Stellen verhindern soll. Zusätzliche Beinschlaufen und ein Tragegriff auf der Oberseite machen das Abseilen des Hundes möglich. Eine genau Beschreibung findest du hier: Ausbruchsicheres Geschirr fürs Wandern.

In unseren Recherchen haben wir keine Hundeleine gefunden, die für unseren Ansprüche gepasst hätte. Daher haben wir uns aus einem Kletterseil, einem Karabiner, einer Feder und 2 8er-Knoten eine eigene Leine gebaut. So können wir die Leine mit einem zusätzlichen Karabiner auch zum Absichern im Klettersteig benutzen. Eine detaillierte Anleitung findest du hier: Selbstgebaute Hundeleine für den Klettersteig

Packliste

Für uns haben sich über die Jahre die folgenden Dinge im Rücksack für den Hund bewährt:

  • Futter
  • Napf zum Falten
  • Ausbruchsicheres Geschirr
  • Kletterseil als Leine
  • Karabiner
  • Halsband für die Hütte
  • Hundedecke
  • Kotbeutel
  • Schuhe zum Schutz der Pfoten
  • Betaisodoner
  • Verbandzeug
  • Zeckenzange
  • Maulkorb für öffentliche Verkehrsmittel im Ausland
  • Impfausweis

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